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White Boy Rick

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Das Leben so nah

White Boy Rick Kritik

White Boy Rick Kritik
0 Kommentare - 24.12.2018 von Moviejones
Wir haben uns "White Boy Rick" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
White Boy Rick

Bewertung: 3.5 / 5

"White Boy Rick" ist der Spitzname von Richard Wershe Jr., der mit 14 Jahren als jüngster FBI-Informant agierte und später für ein Drogendelikt zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Der gleichnamige Film mit Richie Merritt und Matthew McConaughey in den Hauptrollen zeichnet das Leben des Ex-Informanten, Dealers und Gefangenen nach.

White Boy Rick Kritik

Wir starten 1984 in Detroit, einer Stadt, die damals wie heute von hoher Arbeitslosigkeit, Armut und Kriminalität gezeichnet war. Der immer mal wieder ins Visier des FBI geratende Richard Wershe Sr. (McConaughey) versucht, sich mit Waffenverkäufen und Träumen von einem funktionierenden Geschäftsleben als "Wolf" unter "Lämmern" eine Zukunft einzureden. Sein Teenager-Sohn Ricky Wershe Jr. (Merritt) erkennt die Aussichtlosigkeit der Lage und wird als Insider örtlicher Drogenclans vom FBI angeworben. Doch das Blatt wendet sich und Ricky, vom FBI enttäuscht, beginnt eigenmächtig eine Karriere als Drogenhändler...

Was ist eine angebrachte Strafe? Was ein angemessenes Verhältnis? Das Schicksal von Ricky Wershe Jr., der im Alter von nur 19 Jahren für den Besitz von acht Kilogramm Kokain zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, dürfte diese Fragen kreisen lassen. Der im Film fallende Satz "Hättest du mal jemanden umgebracht" schwirrt da noch durch den Kopf des Zuschauers, ist doch die Strafe für eine derartige Tat nicht zwingend annähernd vergleichbar mit der Härte, die Wershe wiederfuhr. 30 Jahre musste er im Gefängnis für eine nicht gewaltsame Straftat mit Drogenhintergrund verbüßen, bevor er 2017 auf Bewährung entlassen wurde.

Richie Merritt, der vor White Boy Rick noch nie geschauspielert hatte, wirkt unglaublich gefestigt und nahezu ideal für die Rolle. Noch vor dem Dreh ohne Kenntnisse, wer Matthew McConaughey ist, wirkt sein Schauspiel souverän und natürlich. McConaughey, alter Hase im Geschäft, liegt es dabei auch hier am Herzen, die Rolle eines Mannes der Lower-Middle Class wirklich echt wirken zu lassen. Der Mann, der als mittelloser Waffennarr loslegt, bekommt Profil, wird als liebender und aufopferungsvoller Vater gezeichnet, der von allem zu wenig hat, nur von einer Sache nicht: Hoffnung auf die Zukunft. Dass seine großspurigen Vergleiche der Wölfe und Lämmer genau disproportional zu seiner eigenen Vorstellung sind, ist tragisch, versprüht aber immer den kleinen Funken Hoffnung, auch im Kinosaal. Bis zu dem Moment, der alles ändert...

Überhaupt ist White Boy Rick überragend gut besetzt bis in die Nebenrollen, seien es Bruce Dern, Jennifer Jason Leigh, Eddie Marsan, Rory Cochrane, Piper Laurie oder Bel Powley. Gerade Letztere legt eine das Mark erschütternde Drogenperformance hin, wenn sich der Entzug Bahn bricht und man sich an Rentons schlimmste Momente erinnert fühlt. Darüber hinaus verstärken Kamerafahrten in tristen Industriebrachen, heruntergekommene Fassaden und Straßenzüge die Detroiter Tristesse, die tiefgeht und die Entscheidungen der Menschen im Film nachvollziehbar macht.

Wir wünschen uns, dass Richie Merritt noch öfters die Chance hat, Rollen zu formen und dabei wächst. Man spürt eine gewisse Unbedarftheit, die seinem Spiel sehr gut tut, aber über die Jahre in Hollywood in noch mehr Selbstbewusstsein münden sollte. White Boy Rick ist ein guter Film, ein bewegender Film, der unaufgeregt ein tragisches Schicksal erzählt und den Zuschauer in seiner Gedankenwelt zurücklässt.

White Boy Rick Bewertung
Bewertung des Films
710
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